
Eure Gefährten im Alltag
Unser gemeinnütziger Pflegedienst „Auenland TuPf“ wurde 2021 gegründet. Unser Ziel war es, der ambulant betreuten Wohngruppe „Auenland Wohnen” ein selbstbestimmtes Wohnen und Leben in familienähnlichen Strukturen zu ermöglichen und sie mit den nötigen Pflege- und Assistenzleistungen zu unterstützen.
Auenland TuPf arbeitet nicht gewinnorientiert. Dadurch ist gewährleistet, dass wir genug Pflege- und Betreuungspersonal zu einem fairen Tarif beschäftigen können. Dies wiederum ermöglicht unseren Assistenznehmer*innen ein Leben in Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Teilhabe mit größtmöglicher Kontinuität beim Pflege- und Betreuungsteam.
Mittlerweile besteht unser Team aus vielen Personen unterschiedlichster Fachrichtungen: Gesundheitspfleger*innen, Heilerziehungspfleger*innen, Sozialpädagog*innen, Sonderpädagog*innen, Heilpädagog*innen, Ergotherapeut*innen, Erzieher*innen, Pflegehelfer*innen, Hauswirtschaftskräfte, studentische Hilfskräfte und Bundesfreiwilligendienstler (Bufdi, FSJ) tragen dazu bei, unsere Vision von uneingeschränkter Teilhabe, von Gleichstellung und vom Recht auf Selbstbestimmung zu verwirklichen.
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Beförderung
Wir bringen Sie sicher und zuverlässig von A nach B – zum Beispiel zu Arzt- und Therapieterminen, zur Arbeit, Schule oder Tagesstruktur sowie zu Freizeitaktivitäten, Festivitäten oder in den Urlaub. Unsere Fahrten sind barrierefrei. Sitzend im eigenen Rollstuhl oder auf Wunsch umgesetzt in den vorhandenen Fahrzeugsitzen. Unsere Fahrzeuge bieten ausreichend Platz für Freunde, Lebenspartner*innen oder Begleitpersonen. Selbstverständlich verfügen unsere Fahrzeuge über die vorgeschriebenen Personenrückhaltesysteme nach der DIN 75078.
Unser Beförderungsdienst ist anerkannter Vertragspartner der gesetzlichen Krankenversicherungen. Selbstverständlich kann auch privat abgerechnet werden.
Beratung
Wir beraten Sie verständlich und unabhängig zu Leistungen der Pflege und Teilhabe: Pflegegrade und Pflegeleistungen (SGB XI), häusliche Krankenpflege (SGB V), Hilfe zur Pflege (SGB XII) sowie Eingliederungshilfe und Persönliches Budget (SGB IX). Gemeinsam klären wir, was Ihnen zusteht und was zu Ihrer Lebenssituation passt.
Wir unterstützen bei Anträgen, Widersprüchen, MD-Begutachtungen, der Planung von Entlastungsangeboten und bei Themen wie Hilfsmitteln, Wohnraumanpassung oder Vorsorge. Die Beratung kann telefonisch, in unseren Räumen oder bei Ihnen zu Hause stattfinden – auf Wunsch auch als Pflegeberatung nach § 7a SGB XI.
Eingliederungshilfe
Ziel der Eingliederungshilfe ist es, Teilhabe zu ermöglichen: selbstbestimmt wohnen, lernen, arbeiten und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Wir bieten dazu Assistenz im Alltag, Begleitung zu Terminen, Unterstützung bei Orientierung und Kommunikation sowie Freizeit- und Bildungsassistenz.
Die Hilfe ist personenzentriert: Wir vereinbaren individuelle Ziele, planen die Unterstützung gemeinsam und überprüfen regelmäßig die Fortschritte. Die Finanzierung erfolgt in der Regel über den Träger der Eingliederungshilfe nach SGB IX – auf Wunsch auch als Persönliches Budget. Wir beraten Sie zu Antrag und Verfahren.
Pflege und Betreuung
Wir erbringen ambulante Pflege, Betreuung und Erledigungen im Haushalt. Unser Schwerpunkt liegt in der Zusammenarbeit mit selbstbestimmten Wohngruppen. Nach SGB V übernehmen wir ärztlich verordnete Behandlungspflege wie Medikamentengabe, Injektionen, Wund- und Stomaversorgung oder Messungen. Nach SGB XI bieten wir Grundpflege (z. B. Körperpflege, Mobilität, Ernährung), Betreuungs- und Entlastungsleistungen (§ 45b), Hauswirtschaft sowie Beratungseinsätze (§ 37 Abs. 3). Hilfe zur Pflege kann ergänzend nach SGB XII erfolgen.
Unsere Pflege ist verlässlich und qualitätsgesichert: feste Bezugspersonen, kontinuierliche Einsatzzeiten, transparente Pflegeplanung und Dokumentation, Hygienestandards sowie regelmäßige Fortbildungen und Prüfungen. Eine vertrauensvolle und professionelle Zusammenarbeit mit unseren Assistenznehmer*innen und auf Wunsch derer Angehörigen stellt für uns die Basis dar.
Präsenzkraft
Präsenzkräfte geben im Alltag Halt und Struktur – zum Beispiel in ambulant betreuten Wohnformen oder zu Hause. Sie sind ansprechbar, unterstützen bei Tagesstruktur, Haushaltsführung, Mahlzeiten und Freizeit und tragen zur Sicherheit bei.
Entwicklungsprinzip
Jeder Mensch kann lernen und sich weiterentwickeln. Wir fördern alltagsnah in kleinen, erreichbaren Schritten, stärken vorhandene Fähigkeiten und machen Erfolge sichtbar.
Gemeinsam setzen wir klare Ziele, üben regelmäßig und passen die Unterstützung an. Wir dokumentieren den Verlauf und überprüfen in festen Abständen, ob die Hilfen wirken und was verbessert werden kann.
Individualisierungsprinzip
Die Hilfe richtet sich nach der Person – nicht umgekehrt. Wünsche, Stärken, Lebenswelt und Kultur werden ernst genommen, damit Unterstützung wirklich passt.
Wir gestalten flexible Angebote: passende Zeiten, geeignete Assistenz, verständliche Kommunikation und Hilfsmittel. Ziele werden persönlich vereinbart und regelmäßig überprüft.
Inklusions-/Integrationsprinzip
Teilhabe findet dort statt, wo das Leben ist: in Schule, Arbeit, Nachbarschaft und Freizeit. Wir unterstützen den Zugang zu Regelsystemen und begleiten bei Bedarf.
Dazu kooperieren wir mit Vereinen, Betrieben, Schulen, Ärzten und Behörden und bauen Barrieren ab – zum Beispiel bei Mobilität, Sprache oder Technik. Netzwerke vor Ort stärken die nachhaltige Teilhabe.
Normalisierungsprinzip
Der Alltag soll so normal wie möglich sein: wohnen im Quartier, ein nachvollziehbarer Tagesrhythmus, einkaufen, kochen, Beziehungen pflegen und Freizeit gestalten – wie andere Menschen auch.
Wir nutzen vorrangig allgemeine Angebote und geben nur so viel Unterstützung wie nötig. Ziel ist größtmögliche Selbstständigkeit in vertrauter Umgebung.
Selbstbestimmungsprinzip
Menschen entscheiden über ihr Leben selbst. Wir informieren verständlich, respektieren Wünsche und unterstützen Entscheidungen – zum Beispiel mit Leichter Sprache, Bildern oder Assistierter Kommunikation.
Dazu gehören Rechte wie Datenschutz, Schweigepflicht und Einwilligung sowie Schutz vor Gewalt. Auch bei Risiken finden wir gemeinsam gute Lösungen: informiert abwägen, sichern und Schritt für Schritt erproben.